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Müritz Triathlon am 30.07.2016, MD (2/80/20)

Müritz Triathlon am 30.07.2016, MD (2/80/20)

Der als Familenurlaub getarnte Wochenendausflug nach Waren an der Müritz hatte natürlich nur das Ziel, die Schmach von Vierlanden endgültig vergessen zu machen. Nach zwei Tagen „familiärer Verpflichtungen“, bei denen es sich zum Beispiel um Bootstouren, lange Spaziergänge und den Verzehr von Schwedeneisbechern handelte, stand am Samstag endlich der
Müritz Triathlon an.

Zum einen die tolle Startzeit um 12:00 Uhr, die es mir diesmal ermöglichte in Ruhe zu frühstücken und einigermaßen ausgeschlafen an den Start zu gehen. Zum anderen der überragende Wechsel- und Zuschauerbereich, an dem es an nichts mangelte (Platz, Hüpfburg, Grillverpflegung, WC, Kiosk, megamotivierte Helfer). Zudem war das alles sehr schön auf dem Gelände des Volksbads in Waren arrangiert und somit sehr zuschauerfreundlich

Super beim Müritz Triathlon war auch, dass ich diesmal nicht allein am Start stehen musste. Momentan schwächeln in dieser Hinsicht einige SG Elbe-Saale-Mitglieder mit den immer gleichen Ausreden (der Ball zu groß, das Tor zu klein, vor dem Spiel was falsches gegessen oder so)… Somit konnte ich mich diesmal nur auf meinen Trainingspartner Manuel aus einem großen Hamburger Traithlonverein verlassen, der die MD mit mir in Angriff nehmen wollte.

Der Check-Inn lief problemlos und die Wettkampfbesprechung fiel mecklenburgisch knapp und uneuphorisiert aus. Nach kurzem Einschwimmen hatte ich Manuel dann leider aus den Augen verloren – dabei gab er mir für diesen Fall noch einen Rat mit auf den Weg: „Du erkennst mich am schwarzen Neoprenanzug und der weißen Badekappe“. Schlussendlich fanden wir uns dann aber doch noch und konnten nach einem einsilbigen Mutzusprechen endlich in die Fluten starten. Das Schwimmen machte in der Müritz richtig Laune und auch der Landgang nach einem Kilometer störte kaum. Nach gut 33 Minuten erreichte ich das Ufer und lief unter den Anfeuerungsrufen meines Papas in den Wechselgarten. Nach kurzer Schwindelattacke bechloss ich den Neopren im Sitzen auszuziehen, was unter Traithleten zwar verpönt, dafür aber sehr bequem ist.

Auf der zweiründigen Radstrecke lief es trotz oder wegen des Tachoausfalls sehr gut. Ich konnte irgenwie meinen Rhythmus fahren und wurde nicht durch nervige km/h-Angaben abgelenkt. Da störten diesmal auch die kurzen Schauer, die sehr wellige Landschaft und der stärker werdende Wind nicht besonders. Nach dieser abwechslungreichen Tour erreichte ich nach 2:10 h erneut die Wechselzone und stieg voller Sorge in meine Laufschuhe. Zu präsent waren die Eindrücke vom Vierlandentraithlon, als ich im Juni im wahrsten Sinne des Wortes  beim Laufen eingegangen bin, wie eine Pflanze ohne Wasser. Zudem noch ein aufmunternder Spruch meines Papas: „Du liegst sehr gut in der Zeit, jetzt das Ding einfach noch locker nach Hause laufen“. Nach einem kurzen Moment der Empörung über diese Äußerung fing ich mich wieder und wollte gemäß augeklügeltem Plan das Laufen progressiv gestalten. Also langsam anfangen und dann schneller werden…Die gelang mir leider nicht, weil mir nach ersten Überholmanövern langsam die Puste ausging und immer mehr wirklich schnelle Läufer das Feld von hinten aufrollten. Meine Motivation wurde diesmal aber nur ein wenig beeinträchtig, da ich jederzeit das Gefühl hatte, das Laufen gut im Griff zu haben. Diese Einschätzung sollte sich im Ziel bewahrheiten, welches ich unter dem Jubel meiner Angehörigen nach 1:40h  erreichte. Die 2. Runde war im Übrigen vier Minuten langsamer…soviel zur progressiven Renngestaltung.

Manuel empfingen wir übrigens kurze Zeit später im Zielkanal und es machte sich bei uns Beiden tiefe Zufriedenheit über das gelungene Rennen breit. Es kann natürlich auch der abgesunkene Blutzuckerspiegel gewesen sein, aber wer will das heute noch beurteilen…

Manuel und Mathias

Alles in allem ein klasse Wettkampf, der von den Bedingugen und der Oranisation der Beste war, bei dem ich bis jetzt teilgenommen habe.

Zudem ist Waren immer ein Reise wert und der  Triathlon kann somit sehr gut an ein Familienwochende oder Kurzurlaub gekoppelt (Vorsicht Wortspiel für Triathleten) werden. Zudem habe ich die Scharte von Vierlanden ausgewetzt und endlich mal wieder einen Achtungserfolg in meiner AK feiern können.

 

Somit steht folgendes Ergebnis Müritz Triathlon 2016:

Endzeit: 04:27:22 Stunden

Gesamtplatzierung: 31. Platz

AK-Platzierung 35-40: 4. Platz

 

Sportliche Grüße

Mathias

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