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Rennbericht Ironman 70.3 Wiesbaden vom 11.08.2013, Halb-Iron-Man-Distanz

Endlich mal ein Starterfeld, das einen direkten Vergleich mit den Topstars der Triathlonszene über die Halb-Iron-Man-Distanz möglicht machte. Kein Wunder, denn der Wettkampf in Wiesbaden ist die Europameisterschaft über diese Strecke und es wurden zudem Slots für die Weltmeisterschaften in Las Vegas und Hawaii vergeben. Ich glaube, wenn mich dieser verdammte Platten bei Kilometer 66 nicht gestoppt hätte, wären sicherlich Punkte für diese Wertungen drin gewesen. Aber so musste ich Frodeno, Kienle und al Sultan leider ziehen lassen ;-).

Rückblick: Pünktlich um 5:45 Uhr klingelte der Wecker zum „längsten halben Tag des Jahres“, wie der Veranstalter das Rennen titulierte. Das dem so sein würde, konnte ich schon aus den Erzählungen meiner Mitstreiter im Shuttle-Bus zum Raunheimer Waldsee in Erfahrung bringen. Insbesondere die Radstrecke mit knapp 1.500 Höhenmetern auf 90 Kilometern, flößte den meisten Athleten gehörigen Respekt ein. Da ich auf Grund des grandiosen Trainingslagers auf Mallorca in diesem Frühling meinen Wadenumfang als dick genug einschätze, wurde mir nur ein bisschen mulmig, als der Busfahrer mehrfach nach dem Weg zum See fragen musste.Mathias beim IM Wiesbaden

Somit war gleich mal Zeitnot angesagt, die sich noch steigerte, da die Schlangen an den Dixis ziemlich lang waren. Auch zu erwähnen, dass ich beim Versuch die Ventilkappe meines Vorderrades zu lösen (da mussten noch einige Bar drauf), gleich mal den ganzen Ventileinsatz mit rausdrehte. Zack war der Reifen platt und ich dem Panikanfall nahe. Also Ventileinsatz wieder rein, Luft rauf, „Touch-Down-Dixibesuch“, ab in den Vorstartbereich, Wechselbeutel weg und hoffen, dass später alles funktioniert. Die 1,9 km Schwimmen im Waldsee mit kurzem Landgang liefen dann sehr geschmeidig und wurden souverän mit 00:30:54 h über die Bühne gebracht.

Anschließend ging es motiviert auf die Radstrecke... »

bei der nach ca. 10 Kilometern Einrollen, der erste 11prozentige Anstieg lauerte. Wie Frank sagen würde „ Da war gleich mal Alarm in den Beinen“. So ging es dann auch die nächsten 75 Kilometer weiter und ich hatte das Gefühl, stetig bergauf zu fahren (was übrigens dem Streckenprofil voll entspricht). Eigentlich lief es richtig prima, bis ich aus Richtung Vorderreifen ein klackerndes Geräusch wahrnahm. Dieses entpuppte sich schließlich als Scherbe, die sich bis in den Schlauch gedrückt hatte. Hervorragende Ausgangssituation für jemanden, der erst 2x in seinem Leben einen Schlauch gewechselt hat… Da der Servicewagen nicht zu sehen war, legte ich schon mal los und konnte mich nach ca. 15 Minuten auf die letzen Kilometer begeben. Bei Kilometer 85 war es dann endlich geschafft und die „Platte von Wiesbaden“ bezwungen. Jetzt nur noch fünf Kilometer bergab und schon hieß es nach 03:30:24 h Radeln und Schlauchwechsel: Laufschuhe an, Kappe auf und 21,1 Kilometer laufend bis ins Ziel retten.

Zum Glück stand an der Laufstrecke eine alte Schulfreundin von mir, die mich auf den vier zu absolvierenden Laufrunden durch den Kurpark von Wiesbaden lautstark anfeuerte. Das gab mir noch einmal eine extra Motivation (besonders auf Runde 3) und ich schaffte den Halbmarathon in einer sehr passablen Zeit von 01:46:34 h. Am Ende stand eine Gesamtzeit von 05:55:11 h zu Buche, mit der ich mehr als zufrieden bin!

Fazit: Einer der härtesten Wettkämpfe, die ich jemals bestritten habe. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht, sich dieser Herausforderung zu stellen und dabei so dichten Kontakt zu den Topathleten des Triathlonsports zu haben.

Comments

  1. Frank sagt:

    Hey Mathias, starke Nummer! Mit Platten… sowas nervt… und danke für die namentliche Erwähnung 🙂 Bis Malle! 😉

  2. Mathias sagt:

    Sehr gerne 😉
    Malle 2014 sollte gebucht sein, wobei Marvin Z aus H lieber mal woanders hin will -somit herrscht noch Klärungsbedarf…

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