TRAININGSCAMP – MALLORCA 2013

10.04.2013 – Anreisetag

Aufgrund von zweifacher Flugzeitänderung bei Air Berlin ging unser Flieger von Hamburg erst um 19:10 Uhr. Nach nervenzehrendem Einstieg erhob sich der Rentnerbomber 19:45 Uhr Richtung Palma. Somit war das Abendbrot im „Welthotel“ Hispania in Gefahr. Zumindest für die Hamburger Marvin und Mathias – die Hallenser/Berliner (Matze, Frank und Marno) waren bereits eingetroffen und erfreuten sich an Bolognese und Nußkuchen. Um 23:00 Uhr, endlich vereint, gab es zur Begrüßung einen Liter San Miguel und alte Radfahrer-Gutenachtgeschichten.

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11.04.2013 – 1. Trainingstag

Nach ausgiebigem Frühstück und anschließender Radabholung bei Anja von Cyclista ging

Siesta

es hochmotiviert zum Einrollen über Luc Major auf den Pug de Randa (514 Höhenmeter) und dann weiter nach Santa Eugenia. Dort aßen wir lecker Bogadillos und tranken einen vorzüglichen Kaffee.

Zurück in Palma stellten wir zufrieden fest, dass wir den ersten Formtest formidabel bestanden haben.

Am Ende standen 90 km, 3:50 Stunden und ziemlich ramponierte Gesäßhälften zu Buche. Nach dem leckeren Abendbuffet ging es noch auf eine Erkundungsrunde durch den Ort, die aufgrund von ständigen Kober-Versuchen  schließlich abgebrochen werden musste. Und Morgen ist ein neuer Tag…

12.04.2013 – 2. Trainingstag

Aufgrund der sonnigen Großwetterlage und des Überangebots an Schokokuchen starten wir hochmotiviert in den zweiten Trainingstag. Heute war aufgrund leichter Blessuren nur eine Flachstrecke Richtung Santanyi angesagt. Die neue Streckenführung aus Palma bescherte uns jedoch nach ca. 5 Minuten den ersten Anstieg, was ein kurzzeitiges „Schokokuchenrevival“ zur Folge hatte.

In Santanyi angekommen, wurden wir mit einem schönen Ausblick und einer Pausenbanane belohnt. Fast wäre es nicht soweit gekommen, da sich Marvin ein Ausscheidungsrennen mit einem Fiat lieferte.

Am-Leuchtturm

Anschließend ging es zum Mittag auf den Marktplatz nach Es Lombards, wo Marvin und Marno zudem noch ihre alte Stammunterkunft besuchten. Nach erfolgreicher Rückfahrt nach Palma sahen die Regenerationsmaßnahmen sehr unterschiedlich aus. Mathias ging seinen Körper im Mittelmeer abkühlen, die Berger-Brothers kühlten sich isotonisch von Innen. Die Ziegenhorns hingegen schauten sich auf Eurosport das Gewichtheben der Frauen unter 62 kg an – jeder wie er es braucht…

13.04.2013 – 3. Trainingstag

Am Frühstückstisch herrschte heute beunruhigende Stille, was in der Regel das erste DSC_0866Anzeichen für einen Lagerkoller ist. Zudem stand heute aktive Regeneration auf dem Plan, so dass auch keine aufgeregten Themen zu besprechen waren. Kurzerhand trennte sich unsere Trainingsgruppe und die Berger-Brothers gingen auf eine ruhige 60 km Runde rund um El Arenal – immer darauf bedacht, die Beine zu lockern und das linke Ohr aus der Sonne zu bekommen.

Marno, Marvin und Mathias traten dagegen den langen Laufweg Richtung Palma City an und nahmen sich insgesamt 20 km vor. Dieser Soll wurde auch erfüllt und mit einem gemeinsamen Bad Aller im Mittelmeer veredelt.

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Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und wurde zumeist für einen Mittagsschlaf oder ein Sonnenbad genutzt. Anschließend wurde die Route für den kommenden Tag vorbesprochen – somit wird es wohl zu keiner Neuauflage des Cross-County-Rennens vom zweiten Trainingstag kommen…

 

14.04.2013: 4. Trainingstag

Jeder von uns wusste, dass es an diesem Trainingstag um die Wurst gehen würde. Ob man deswegen beim Frühstücksbuffet auch auf selbige in rauen Massen zurückgreifen sollte, wurde schon am ersten Anstieg nach Valdemossa durch Marnos Magen beantwortet. Somit war klar, dass er nicht in den Kampf um das Bergtrikot eingreifen konnte. Dieses sicherte sich Mathias aus Hamburg, was wahrscheinlich auf die Unbekümmertheit eines „Bergfahrneulings“ zurückzuführen ist. Nach der Durchfahrt von Valdemossa gab es noch einen kurzen Zwischenstopp in Soler.

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Ein wenig Nachcremen, eine Cola, ein alter Alfa und mal kurz in der Innenstadt auf die Seite fallen (der Bergfahrneuling natürlich) – das Übliche eben vor dem dann doch recht knackigen Anstieg nach Bunyola. Die Abfahrt führte uns anschließend nach Santa Maria del Cami, wo endlich Kohlenhydrate nachgelegt werden konnten. Zurück im Basislager wurden noch fix die Beine im Meer gekühlt und zudem stolz festgestellt, dass wir 124 km mit 1200 Höhenmetern gemeistert hatten. Dies wurde nach dem Abendbrot mit einem Kaltgetränk auf dem Balkon gebührend gefeiert.

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15.04.2013: 5. Trainingstag/Abreise

Müdigkeit, schmerzende Gesäße und schwere Beine waren die eindeutigen Anzeichen, dassDSC_0869 unser Trainingscamp dem Ende entgegenging. Trotzdem konnten wir uns noch einmal aufraffen, eine kleine Runde entlang der Ostküste zu drehen. Da einige aus unserer Trainingsgruppe nur noch stehend fahren konnten, waren 60 km „ausrollen“ dann wirklich mehr als genug. Da wir bereits ausgecheckt hatten, war unsere Umkleide nun das Kofferzimmer und die Dusche die Hotelpoolanlage. Aber auch das konnte die gute Laune aufgrund der schönen Trainingstage nicht schmälern. Nach dem „Frischmachen“ brachten wir die Räder zurück und ich denke, alle Schaltaugen sind unversehrt zu Anja und Gerald zurückgekehrt (Insider). Anschließend ging es per Bus zum Flughafen, wobei der Puls noch einmal deutlich anstieg, da wir diesen um zwei Minuten verpassten. Dies bedeutete einen halbstündigen Boxenstop und ein wenig Zeitnot. Letztendlich hat dann aber doch alles geklappt und alle sind unversehrt in ihrer Heimat angekommen. In Hamburg gab es sogar ein Begrüßungskomitee, welches allerdings nur Augen für Marvin hatte…

 

Also bis zum Wiedersehen im nächsten Jahr immer daran denken: „Solo, rapido, rustikalo Diabolo“, was frei übersetzt soviel bedeutet wie: Morgenstund hat Ei im Mund 😉

 

Comments

  1. marvin sagt:

    Eine Mallorca Rad und Wanderkarte habe ich uns besorgt.

  2. Frank sagt:

    Hi Marvin, wo bleiben das Tagebuch? 😉 Viele Grüße aus Berlin!

  3. marvin sagt:

    Hi Frank, jupp, Warte noch auf die Bilder von Marno, dann kann ich den Text ein bisschen aufhübschen. Bis zum WE ist’s aber fertig. Du darfst gespannt sein..;)

  4. Matze sagt:

    Gut das die Schmerzen vergessen sind nur noch die schönen Momente, von denen es reichlich gab, verbleiben!

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