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Die Schmach von Vierlanden – Vierlanden Triathlon 2016

Mein Saisonstart erfolgte wie schon in den vergangenen Jahren beim Vierlandentriathlon. Keine große Anfahrt, ein beschauliches Umfeld, eine klasse Strecke und dieses Jahr ausgesprochen gute Wetteraussichten.

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Der Start erfolgte nach kurzer Taktikbesprechung mit Marvin („Heute ist Raellert nicht am Start, da ist doch klar wer Vorne mitmischen muss.“), Theo (Wirkte ohne Worte eher mental und beruhigend auf mich ein.) und Manuel (aus einem Konkurenzverein – „Was hopst den Du hier vor dem Start noch so rum?“) pünktlich um 9:00 Uhr. Die ersten Meter waren diesmal beschwerlicher als üblich, da ich mich in den letzen Wochen nicht wirklich intensiv mit dem Schwimmtraining beschäftigt hatte. Dazu noch zwei Brustschwimmer in der ersten Reihe (was auch immer die sich dabei gedacht haben) und ziemliches Gedrängel an der ersten Boje. Zumindest war bei exakt 22.9 Grad Celsius zumindest der Neo erlaubt, so dass mir der zusätzliche Auftrieb diesesmal sehr zu Gute kam. Dafü danke an die Kampfrichter, die bis weit zur Mitte des Sees gefahren sein mussten, um dort in 5 Meter Tiefe die Temperatur zu messen!

Nach einer guten halben Stunde gings es dann aufs Rad. Schnell merkte ich die schon jetzt immer stärker werdende Hitze. Leider gibt es auf dem Deich keinen Schatten und der Athlet fungiert eher als Schattenspender für seine Rennmaschine. Mein Kopf wurde langsam aber sicher „Osramrot“  (kenne ich sonst nur von Marvin) und ich versuchte durch Trinken sowie Kühlen gleichermaßen meine Körpertemperatur zu senken. In jedem Fall konnte ich meinen Druck auf dem Pedal halten und war nach gut 2:15h wieder in der Wechselzone.

Somit lag ich so gut wie nie zuvor in der Zeit und wollte jetzt natürlich durch einen soliden Lauf eine Topzeit anpeilen. Ich stürmte motiviert aus dem Wechselgarten, musste jedoch schon auf den ersten Metern der Laufstrecke feststellen, dass die Hitze (so bei 28 Grad Celsius) mir doch stärker zu schaffen machte, als ich gegelaubt hatte. Von Krämpfen in der Magengegend geschüttelt (zu viele Gels?), versuchte ich mich in irgendeinen „Rytmus zu laufen“ – musste aber erkennen, dass dies wohl nicht hinhauen würde. Verzweifel suchte ich meine Unterstützer bzw. Taktikfüchse am Streckenrand. Leider konnte ich keinen von Ihnen entdecken. Wie sich später herausstellte war Ihnen wohl auch zu heiß geworden und Sie erlagen der Aussicht auf ein leckeres, heimisches Mittagessen…So musste ich ohne weitere taktische Anweisungen (oder jemand, der das Handtuch für mich in den Ring wirft), die diesmal sehr qualvollen 20 km absolvieren und wurde dabei ständig von stabil laufenden Mitstreitern überholt. Nach rund 01:45h erreichte ich erschöpft und sehr enttäuscht die Ziellinie. Schnell noch einmal in den See zum abkühlen und dann zügig ab nach Hause, um die „Schmach von Vierlanden 2016“ in trauter familiärer Atmosphäre bei Spargel und Schinken zu verabeiten. Hätte ich es mal meinen Taktikfüchsen gleich getan und wäre zur Mittagszeit einfach nach Hause geradelt…

Somit steht folgendes Ergebnis:

Endzeit: 04:36:36 Stunden

Gesamtplatzierung: 43. Platz

AK-Platzierung 35-40: 11. Platz

 

Zum Schluss noch ein paar Eindrucke, direkt vor Ort: Bilder Vierlanden Triathlon 2016

Sportliche Grüße

Mathias

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